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Mittelstandsanleihe


Private Placements - begehrt und vielfältig


Möglicher Ablauf von Private Placements

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Was sind Private Placements?

Private Placements – auch Eigenemissionen genannt -  sind in der Regel Platzierungen von Wertpapieren, wie Gesellschaftsanteilen, Genussrechten oder sonstigen eigen- oder fremdkapitalnahen Rechten an Privatpersonen unter Ausschluss eines öffentlichen Handelsplatzes wie einer Börse . Es wird ein begrenzter Kreis an Privatpersonen oder Institutionen direkt angesprochen. Ein Private Placement kann unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne die Ausgabe eines Wertpapierprospekts erfolgen. Der Anbieter ist entweder das kapitalsuchende Unternehmen selbst oder ein Vermittler, welcher selbst investiert sein sollte.
Die Laufzeit ist unterschiedlich, allerdings sind Private Placements meist auf einen längeren Zeitraum angelegt.
Die Renditen sind stark von der Art der begebenen Papiere und der Unternehmensbonität abhängig, sind aber tendenzielle höher als bei öffentlichen Placements.
Das Gegenteil von Private Placements ist der öffentliche Vertrieb (public distribution), für den es in der Regel einer Zulassung durch die Finanzaufsichtsbehörde BaFin bedarf.

Beispiele für privat platzierte Wertpapiere

  • Anteile an geschlossenen Fonds
  • Anteile an Hedge-Fonds
  • junge Aktien aus einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts
  • Genussscheine
  • Anleihen
  • Tranchen an Mezzanine Darlehen (erstrangig und nachgrangig)
  • Verbriefungen von garantieähnlichen Darlehensverträgen

Darin liegen die Vorteile

Privatplatzierungen entbinden teilweise von Publizitätspflichten wie Veröffentlichungs- und Prospektpflichten oder Finanzberichten. Aber auch Anlagebeschränkungen können umgangen werden. Außerdem hängt der Erfolg nicht wie beim Börsengang vom richtigen Zeitpunkt ab.
Aus diesen Gründen gewinnen Private Placements eine immer stärkere Bedeutung.

Folgende Sicherheiten sind denkbar

  • Erstrangige Besicherung durch einen Treuhänder im Grundbuch einer Immobilie
  • Abtretungsverträge
  • Sicherungsabreden
  • Mieteingangsbestätigungen
  • Bewirtschaftungspläne
  • selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften
  • Garantiezusagen von Emittenten unter Nachweis von Leistungsbilanz
  • aktuelle Geschäftszahlen.

Besondere Anforderungen

In der Regel handelt es sich bei den Investoren bei Private Placements um sehr vermögende Privat- oder juristische Personen; denn die Einzeltranchen einer solchen Beteiligung weisen häufig hohe Mindestbeträge auf. Außerdem dauert die Platzierung vergleichsweise lange: Bei größeren Volumina sind - insbesondere wenn das Unternehmen selbst als Emittent auftritt - zwölf bis 24 Monate keine Seltenheit.